Institut für Regenerative Energietechnik erhält Thüringer Digital- und Open-Source-Preis 2022

Am 25. Juni verlieh Minister Tiefensee dem Institut für Regenerative Energietechnik der Hochschule Nordhausen den Digital- und Open-Source-Preis Thüringen 2022 in der Kategorie Open-Source-Lösungen.

Das Institut für Regenerative Energietechnik (in.RET) hat ein Energiesystemmodell für Thüringen auf Basis des Open-Source-Gedankens entwickelt, um den Freistaat bei der Erreichung seiner Klimaziele zu unterstützen. Dieses Werkzeug kann dabei helfen, ein optimales Zusammenspiel unterschiedlicher Technologien zu ermitteln und Aussagen zu Energieverbauch, Speichernutzung oder sozioökonomischen Rahmenbedingungen zu generieren. Durch die vollständige Offenlegung der Daten ist es anderen Institutionen und Unternehmen möglich, das Modell weiter zu nutzen und bspw. auf andere Bundesländer oder Unternehmen anzupassen. Daten und Simulationsprogramm wurden auf der Digitalen Bibliothek Thüringen (doi.org/10.22032/dbt.50184) veröffentlicht.

Das Energiesystemmodell Thüringen entstand im Rahmen des Forschungsprojekts „Fallbeispiel Thüringen“, gefördert durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz. Das Projekt wurde von der Hochschule Nordhausen und dem Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN e.V.) als Teilprojekt im Rahmen des BMWi-Projekts "ZO.RRO -Zero Carbon Cross Energy System" bearbeitet.

Der Digital- und Open-Source-Preis Thüringen wird in diesem Jahr bereits zum vierten Mal verliehen. Die Preisgelder in Höhe von 5.000 Euro je Kategorie werden durch das Thüringer Wirtschaftsministerium bereitgestellt. Organisiert wird der Preis durch die Digitalagentur Thüringen und das ITnet Thüringen. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 22 Unternehmen bzw. Institutionen um den Preis beworben.

Mehr erfahren: Pressemeldung Energiewende-Rechner des TMUEN

Kurzvideo Energiesystemmodellierung

Christoph Schmidt und Prof. Viktor Wesselak nehmen für das in.RET den Preis vom Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee entgegen (Foto: Michaela Wesselak)