ZO.RRO Abschlusskonferenz beschließt erfolgreiche Konzeptphase des Energieforschungsprojektes

Zur Abschlusskonferenz präsentierte das ZO.RRO-Projekt Ergebnisse, gewonnene Erfahrungen und weiterführende Ansätze zu industrieseitigen Lösungen für eine CO2-freie Energieversorgung am Beispiel Thüringens.

Das Forschungsprojekt ZO.RRO (Zero Carbon Cross Energy System) begrüßte zur Abschlussveranstaltung am 23. Mai 2022 etwa 100 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in der Zentralheize Erfurt sowie virtuell im Live-Stream. Den Auftakt der Veranstaltung bildeten die Begrüßung von Projektleiter Prof. Dr. Westermann von der Technischen Universität Ilmenau, gefolgt von der Erstpräsentation des ZO.RRO Dokumentationsfilms, in dem die Projektergebnisse multimedial dargestellt wurden. Ebenso richteten Anja Siegesmund, Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, und Dr. Wolfgang Langen, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, ein Grußwort an die Teilnehmenden, betonten darüber hinaus auch die Relevanz von Forschungsprojekten wie ZO.RRO für die Energiewende in Thüringen und der gesamten Bundesrepublik.

Mit Blick auf die aktuelle Lage fiele ZO.RRO, durch dessen Einfluss auf die Eigenenergieversorgung von Unternehmen und die Netzstabilität in Thüringen, ganz besonders in den aktuellen Zeitgeist. Dies wurde mit der Bewilligung von zwei Mio. Euro Fördermittel für die zweite Phase des Landesprojektes durch den Freistaat Thüringen weiter unterstrichen. Den Einstieg in die Fachthematik erbrachte Dr. Panagiotis Stathopoulos vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. mit seiner Keynote zur industriellen Dekarbonisierung. Hier erhielten die Teilnehmenden unter anderem Ausblicke auf aktuelle Forschungsarbeiten zu Hochtemperatur-Wärmepumpen und deren mögliche Anwendungen in industriellen Prozessen.

Vielschichtige Einblicke in die Ergebnisse des ZO.RRO-Projektes folgten in Vorträgen der Konsortialpartner. Durch Systemmodellierungen wurden wissenschaftlich fundierte Transformationspfade aufgezeigt, wie die Energie- und Klimaziele Thüringens erreicht werden können und mit dem entwickelten Energiewende-Rechner wurde ein Open Source Tool geschaffen, welches nun weiteren Akteuren, wie Kommunen, Stadtwerken und Unternehmen etc., zur Berechnung von Wegen zur Klimaneutralität zur Verfügung steht. Ein schneller Ausbau von erneuerbaren Energien ist hier maßgeblich. Aber auch die Industrie kann einen wichtigen Beitrag leisten. Durch Anwendung von Speicherkapazitäten sowie flexible Betriebsweisen, kann die Systemstabilität erhöht werden und zugleich ein wirtschaftlicher Nutzen für Unternehmen entstehen. ZO.RRO hat hier niederschwellige und skalierbare Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) konzipiert. Die Umsetzung in Form von acht Demonstratoren als Leuchtturmprojekte soll nun in Phase II des Landesprojektes folgen.

In der begleitenden Fachausstellung kamen die Forschenden und Teilnehmenden mit Branchenvertreter:innen in Kontakt. Dabei nutzte das am Projekt beteiligte Fraunhofer Institut IOSB-AST die Möglichkeit das entwickelte CO2 Monitoring Tool mit einer Live-Demonstration vorzustellen. Wir danken allen Gästen, Referenten, Fachaustellern und helfenden Händen hinter den Kulissen für die gelungene Veranstaltung.

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